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Arbeiter- und Objekttheater

Im Theaterdiscounter, Monbijoustraße 1, Berlin-Mitte, steigt heute ab 19 Uhr ein »revolutionärer Singeabend«. Ganz abgesehen davon, was an Instrumenten zum Einsatz kommt, klingt die Einladung vielversprechend: »Vier Schauspieler. Ein Akkordeon. Eine Bar. Und Arbeiterlieder. Setzen Sie sich und trinken Sie Bier. Spielen Sie eine Partie Skat. Singen Sie. Palavern Sie. Streiten Sie sich. Lassen Sie sich verwirren. Saufen Sie und teilen Sie aus. (...) Sie sind Teil der Revolution. Sie sind Teil des Spektakels, das sich selbst permanent entlarvt.« Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs. Wer nach der hoffentlich feucht-fröhlichen Veranstaltung Probleme haben sollte, wieder runterzukommen, könnte ein paar Steinwürfe in nordöstlicher Richtung marschieren. In der Schaubude, Greifswalder Straße 81–84, läuft zur Zeit das »Internationale Forum des jungen Puppen-, Figuren- und Objektheaters«. Hier hat heute, 22Uhr, eine Produktion aus Belarus ihre Deutschlandpremiere: »Zud swjatoha Antonija« (Das Wunder des heiligen Antonius). Das Stück kommt ohne Schauspieler aus, Darsteller sind die Objekte in der Werkstatt eines Hobbyelektrikers, dauert zirka 40 Minuten. Entstanden ist es an der Staatlichen Akademie der Künste Minsk.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2006, Seite 12, Feuilleton

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