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Israel: Für Katzav wird es eng

Jerusalem. Angesichts der Vorwürfe wegen Vergewaltigung hat der israelische Präsident Mosche Katzav am Montag seine Teilnahme an einer Sitzung der Knesset abgesagt. Sein Bruder Lior sagte dem israelischen Radio, der Präsident wolle zu Hause bleiben, um die Würde des Parlaments zu schützen. Die Polizei hatte am Sonntag nach monatelangen Ermittlungen empfohlen, Anklage gegen Katzav wegen sexueller Nötigung zu erheben.

Möglicherweise droht Katzav nicht nur ein Verfahren wegen sexueller Nötigung. Im Zusammenhang mit Begnadigungen, die der Präsident ausgesprochen hatte, gebe es zudem Gründe für eine Anklage wegen Vergehens im Amt und Täuschung sowie wegen illegalen Abhörens, teilte die Polizei mit. Der Präsident hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2006, Seite 6, Ausland

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