Arzneimittel: Warnung vor Beratung durch Laien
Vor der Medikamentenberatung in Internet-Foren warnte kürzlich die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dort würden oft gesundheitsgefährdende Tipps zu rezeptfreien Arzneimitteln abgegeben, zitierte AP die Verbraucherschützer. So wird beispielsweise ein Mittel gegen Halsschmerzen zu Unrecht als krebserregend abgestempelt oder einem Hustenlöser der Effekt angedichtet, auch eine hartnäckige Verstopfung zu kurieren. Die Verbraucherzentrale forderte daher die Schließung solcher Foren, in denen sich die User kurzfristig anmelden und anonym und ungehindert ihre Ansichten veröffentlichen können. Bei Fragen zu Arzneimitteln sollten besser Ärzte oder Apotheker gefragt werden, hieß es. Als Generalangriff gegen Internet-Foren im Allgemeinen ist das nach einem Bericht des WDR nicht zu verstehen. Es gehe speziell um Medikamenten-Foren. Eine Internet-Plattform, die bei den Verbraucherschützern in der Kritik steht, ist ciao.de. Dort kenne man das Problem, erklärte das Unternehmen, weswegen man vor zwei Jahren bereits die Seiten zu rezeptpflichtigen Medikamenten geschlossen habe. Eine Produktbesprechung für rezeptfreie Mittel soll aber vorerst bestehen bleiben.
(AP/jW)
(AP/jW)
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