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Hurra, wir sind gerankt

 
Die schönsten Stellen in Nick Hornbys ansonsten fadem, angeblich ersten Poproman »High Fidelity« waren die Rankings: »Meine besten Zungenküsse von 1–5« undsoweiter. Die besten Zahnärzte, Chirurgen und Unis im Focus waren weniger interessant. Ganz weit draußen ist nun Cicero mit der Intellektuellen-Hitparade der 500 »deutungsmächtigsten deutschsprachigen Zeitgenossen«, ermittelt auf Grundlage der »Präsenz in den elektronischen Datenbanken der 83 wichtigsten deutschprachigen Tageszeitungen und Magazine«. Platz eins Günter Grass, Harald Schmidt auf zwei, Peter Handke auf fünf, Jürgen Habermas auf sechs (vor Wolf Biermann, Elfriede Jelinek und Alice Schwarzer). Desweiteren: 18. Frank Schirrmacher ... 30. Christoph Schlingensief ... 71. Theo Sommer ... 77. Rainald Goetz ... 92. Friedrich Schorlemmer ... 115. Wiglaf Droste ... 118. Max Goldt ... 131. Eckhard Henscheid ... 139. Ernst Nolte (275. Paul Nolte) ... 168. Dietmar Dath ... 180. Hermann Kant ... 198. Diedrich Diederichsen ... 249. Lutz Rathenow ... 293. Ulf Poschardt ... 349. Henryk M. Broder ... 359. Uta Ranke-Heinemann ... 368. Sascha Anderson ... 445. Bert Papenfuß. Letzter Platz: Bascha Mika (taz). Nicht vertreten: Franz Beckenbauer, Hermann L. Gremliza und Roberto Blanco. Auch merkwürdig: Der 2001 verstorbene Thomas Brasch darf Platz 207 belegen, doch Adolf Hitler fehlt. Gefühlt ist der doch immer anwesend. (jW)
 
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2006, Seite 12, Feuilleton

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