Zum Inhalt der Seite

Streikbrecher an Uniklinik Aachen

Aachen. Für Verärgerung bei der Gewerkschaft sorgten Streikbrecher in der Uniklinik Aachen. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes seien am Montag angetreten, um die Folgen des anhaltenden Streiks zu lindern. Sie seien vom Aachener Diözesanleiter Karl Zilkens gerufen worden, der auch Arzt am Aachener Klinikum sei. Die Gewerkschaft verurteilte das als »unsolidarisch und verwerflich«. Die Leiterin des ver.di-Landesfachbereichs Gesundheit, Sylvia Bühler, erklärte, die Gewerkschaft werde »nicht zulassen, daß jeder nach Belieben in die Tarifauseinandersetzung eingreift». Derartiges führt nur zu einer Verschärfung der Auseinandersetzung«. Ein Ende des Arbeitskampfes, bei dem es um die Übernahme des mit den kommunalen Krankenhäusern vereinbarten Tarifvertrags auch für die Unikliniken und die Verhinderung einer Arbeitszeitverlängerung geht, ist nach ver.di-Angaben noch nicht absehbar.


(AP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2006, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!