Jugendliche berichten vor Bundestag über Erfahrung in Pandemie
Berlin. Vor der sogenannten Coronakommission des Bundestags haben am Montag rund 150 Jugendliche und junge Erwachsene über ihre Erfahrungen während der Pandemie der Jahre 2020 bis 2022 berichtet. Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Coronapandemie hatte sie eingeladen, um die seelischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen während und nach der Pandemie sichtbar zu machen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) räumte bei der Veranstaltung ein, deren Perspektiven seien zu wenig berücksichtigt worden.
»Wir haben damals sehr stark auf die älteren Menschen, die vulnerablen Gruppen geschaut und dabei sehr häufig vergessen hinzuschauen, wie es gerade Kindern und Jugendlichen geht«, sagte Klöckner. »Viel zu oft wurden Kinder und Jugendliche übersehen.« Viele hätten die Pandemie als »Ausnahmesituation« erlebt, so die CDU-Politikerin und Ministerin unter der damaligen Kanzlerin Angela Merkel. Schulen und Spielplätze seien geschlossen worden, junge Leute sozial isoliert gewesen, erklärte Klöckner am Rande der Veranstaltung.
Die Kommission hat sich zur Aufgabe gesetzt, politische Entscheidungen in der Coronapandemie zu überprüfen, mögliche Fehler zu benennen und Lehren für die Zukunft zu ziehen. Zu der Veranstaltung am Montag hatte die Kommission junge Leute zwischen zwölf und 25 Jahren eingeladen. Sie fand unter Ausschluss von Medien und Öffentlichkeit statt, um eine offene Gesprächsatmosphäre zu ermöglichen. (AFP/jW)
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