Seeverkehr zwischen US-Häfen: Trump setzt Jones Act aus
Washington. Die US-Regierung will mit einer gelockerten Regelung für die Schifffahrt gegen steigende Energiepreise ankämpfen. Der Jones Act, der den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt, werde für 60 Tage ausgesetzt, teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch auf X mit. »Durch diese Maßnahme können wichtige Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Düngemittel und Kohle sechzig Tage lang ungehindert in US-Häfen gelangen«, teilte Leavitt weiter mit. »Kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt« könnten damit gemildert werden.
Dem Gesetz zufolge dürfen Schiffe mit Güterlieferungen von den USA aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Es verteuert aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise - weil etwa für einen Öltransport von einem US-Hafen zum anderen weniger Schiffe infrage kommen.
Durch den Angriff Israels und der USA auf den Iran ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Seit Kriegsbeginn sind die Spritpreise auch in den USA deutlich gestiegen. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Befürchten Sie militärische Aktionen gegen den Konvoi?
vom 19.03.2026 -
Miguel Díaz-Canel: Kuba bleibt standhaft
vom 19.03.2026 -
65 Jahre später
vom 19.03.2026 -
Nationalist Kurti im Zwiespalt
vom 19.03.2026 -
Die nächsten Enthauptungsschläge
vom 19.03.2026 -
Ein kleiner großer Sieg für Venezuela
vom 19.03.2026