Jüdische Siedler legen Feuer in Palästinenserdorf im Westjordanland
Susija. Im besetzten Westjordanland reißt die Gewalt jüdischer Siedler gegen Palästinenser nicht ab. Im Dorf Susija nahe Hebron zündeten sie am Dienstag abend Fahrzeuge und Zelte an, wie Bewohner berichteten. Von der Nachrichtenagentur Reuters verifizierte Videoaufnahmen zeigen eine Gruppe maskierter Männer, die unter anderem Feuer legten. »Sie greifen uns fast jeden Tag an, immer wieder, weil wir nahe der Hauptstraße leben«, sagte die Bewohnerin Halima Abu Eid am Mittwoch. »In der vergangenen Nacht haben sie überall Feuer gelegt.« Das israelische Militär teilte mit, Soldaten seien entsandt worden, um Berichten über Brandstiftung an palästinensischem Eigentum nachzugehen. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.
Die Gewalt extremistischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland hat seit Beginn des Krieges im Gazastreifen im Oktober 2023 stark zugenommen. Nach UN-Angaben wurden allein im laufenden Jahr bislang über 800 Palästinenser durch solche Übergriffe vertrieben. Strafrechtliche Konsequenzen für die Täter sind selten. Die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din erklärte Ende 2025, dass von Hunderten dokumentierten Fällen seit Kriegsbeginn nur zwei Prozent zu Anklagen geführt hätten. (Reuters/jW)
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