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16.02.2026, 18:44:13 / Ausland
Frankreich

Tod eines Rechten in Lyon: Staatsanwalt leitet Ermittlungen ein

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Ein Blumenstrauß hängt am Montag am Ort der gewaltsamen Auseinandersetzung in Lyon

Lyon. Nach dem gewaltsamen Tod eines 23jährigen in Lyon hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet. Quentin D. sei an den Folgen einer schweren Hirnverletzung gestorben, nachdem er von »mindestens sechs« Verdächtigen angegriffen worden sei, sagte Staatsanwalt Thierry Dran am Montag Journalisten. Der Fall werde als »vorsätzliche Tötung« und »schwere Körperverletzung« untersucht. Bislang seien noch keine Festnahmen erfolgt, fügte der Staatsanwalt hinzu. Die Behörden arbeiteten daran, die Identität der maskierten und vermummten Verdächtigen festzustellen. Es seien »mehr als 15 Zeugen« vernommen worden, zudem würden derzeit Videos des Übergriffs ausgewertet. Der Staatsanwalt sagte, Quentin D. habe »vor allem Kopfverletzungen« aufgewiesen, darunter »ein schweres Schädel-Hirn-Trauma«, das »innerhalb kurzer Zeit« zum Tod führte. Messerstiche lagen entgegen ersten Informationen aus Ermittlerkreisen demnach nicht vor.

Der 23jährige Quentin D. war am Donnerstag am Rande einer rechten Gegenkundgebung gegen einen Auftritt der linken Europaabgeordneten Rima Hassan in Lyon brutal attackiert worden. Der Student und Angehörige der faschistischen Identitären Bewegung erlag am Samstag in einem Krankenhaus der französischen Großstadt seinen schweren Verletzungen.

Nach Angaben aus dem Identitären-Spektrum war D. Teil des Ordnungsdienstes der Anti-Hassan-Demonstranten. Er und andere Identitäre wurden demnach von »Antifaaktivisten« attackiert. Der französische Fernsehsender TF 1 zeigte am Samstag abend ein Video, das die Tat zeigen soll. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie drei Männer von einer Gruppe von Angreifern zusammengeschlagen werden. Justizminister Gerald Darmanin beschuldigte am Sonntag die »extreme Linke«, für die Tat verantwortlich zu sein. Der Anwalt der Familie von D. sprach von einem »Hinterhalt«, der »methodisch vorbereitet« worden sei. Die Angreifer seien »organisiert und trainiert« gewesen. Die Familie des Toten rief zu »Ruhe und Zurückhaltung« auf. (AFP/jW)

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