Epstein-Vertraute Maxwell schweigt vor Kongressausschuss
Washington. Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell hat nach Angaben des Vorsitzenden des zuständigen Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses, James Comer, vor dem Kongress die Aussage verweigert. Sie habe »wie erwartet« von ihrem Recht des fünften Zusatzartikels Gebrauch gemacht und keine Fragen beantwortet, sagte der Republikaner nach einer entsprechenden Anhörung am Montag. Der fünfte Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden darf. Comer betonte, dass er »nichts darüber wisse«, dass Maxwell unter Druck gesetzt worden sei, um keine Fragen zu beantworten. Medien zufolge war die Inhaftierte per Video zugeschaltet worden.
Maxwell wurde im Jahr 2022 wegen Kinderhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und anderer Straftaten im Zusammenhang mit dem verstorbenen Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter für schuldig befunden. Sie verbüßt eine 20jährige Haftstrafe und sitzt Medien zufolge in einem Gefängnis in Texas.
Maxwells Anwalt David Oscar Markus hatte bereits am 20. Januar in einem Schreiben an Ausschusschef Comer erklärt, seine Mandantin werde die Aussage verweigern. Zur Begründung verwies der Anwalt auf laufende juristische Verfahren. Der Anwalt stellte in Aussicht, Maxwell wäre im Falle einer Begnadigung bereit, öffentlich auszusagen. Ausschusschef Comer hatte zuletzt erklärt, Maxwells Aussage sei für die Untersuchungen des Kongresses zentral. (dpa/jW)
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