Eritrea weist Vorwürfe aus Äthiopien zurück
Asmara. Eritrea hat am Montag Vorwürfe Äthiopiens zurückgewiesen, es sei für militärische Aggressionen verantwortlich und unterstütze bewaffnete Gruppen auf äthiopischem Territorium. Die Behauptungen seien »falsch und erfunden« und Teil einer feindseligen Kampagne Addis Abebas. Der dortige Außenminister Gedion Timothewos hatte am Sonnabend gegenüber seinem eritreischen Amtskollegen Osman Saleh in einem Brief erklärt, dass eritreische Streitkräfte über einen längeren Zeitraum hinweg Teile des gemeinsamen Grenzgebiets besetzt und militante Gruppen innerhalb Äthiopiens materiell unterstützt hätten.
Bei den »offensichtlich falschen und erfundenen Anschuldigungen« handele es sich leider »um eine weitere bedauerliche Handlung in einer Reihe von feindseligen Kampagnen gegen Eritrea, die seit mehr als zwei Jahren andauern«, erklärte das Informationsministerium in Asmara und fügte hinzu, dass es die Situation nicht verschärfen wolle.
Die eritreische Regierung unter Präsident Isaias Afewerki hat sich über wiederholte öffentliche Erklärungen von Premierminister Abiy Ahmed empört, dass das Binnenland Äthiopien ein Recht auf Zugang zum Meer habe – Kommentare, die in Eritrea, das am Roten Meer liegt, als implizite Androhung militärischer Maßnahmen des langjährigen Kriegsgegners betrachtet wird.
In seinem Brief erklärte Gedion, Äthiopien sei weiterhin zum Dialog bereit, wenn Eritrea seine territoriale Integrität respektiere. Er sagte, Addis Abeba sei bereit, in gutem Glauben Verhandlungen über alle Fragen von gemeinsamem Interesse aufzunehmen, darunter maritime Angelegenheiten und der Zugang zum Roten Meer über den eritreischen Hafen Assab. (Reuters/jW)
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