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06.02.2026, 19:19:09 / Ausland
Operation »Timber Sycamore«

Verdächtiger 14 Jahre nach Angriff auf US-Botschaft in Bengasi gefasst

FBI nimmt «Schlüsselfigur» des Attentats auf US-Konsulat fest.jp
US-Justizministerin Bondi und FBI-Chef Patel bei der Bekanntgabe ihres großen Fangs (Washington, 6.2.2026)

Washington. 14 Jahre nach dem tödlichen Angriff auf die US-Botschaft in der libyschen Stadt Bengasi ist ein angeblicher Drahtzieher gefasst worden. US-Justizministerin Pam Bondi sagte am Freitag auf einer Pressekonferenz in Washington, der »Schlüsselakteur« Subair Al-Bakusch sei festgenommen und in die USA gebracht worden. Ihm solle unter anderem wegen »Mordes, Terrorismus und Brandstiftung« der Prozess gemacht werden. Wo Bakusch festgenommen wurde, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Bondi und der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, sagten lediglich, der Mann sei im »Ausland« gefasst worden.

Schwerbewaffnete Islamisten hatten die US-Botschaft in Libyens zweitgrößter Stadt Bengasi am 11. September 2012 inmitten des NATO-Angriffskriegs gegen Libyen gestürmt und in Brand gesetzt. Bei dem Überfall wurden vier US-Bürger getötet, unter ihnen Botschafter Chris Stevens. Für die Attacke wurde eine Dschihadistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida verantwortlich gemacht.

Der Angriff, der genau elf Jahre nach den Anschlägen auf die USA vom 11. September 2001 verübt wurde, erschütterte die USA und stürzte die Regierung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama in eine schwere politische Krise. Dem damals von Hillary Clinton geführten Außenministerium wurden schwere Versäumnisse vorgeworfen. Der heutige US-Präsident Donald Trump nutzte das Thema auch im Wahlkampf vor der Präsidentschaftswahl 2016, die er gegen Clinton gewann.

In den USA wurden wegen des Angriffs auf die Botschaft bereits mindestens zwei Libyer verurteilt. Einer von ihnen wurde 2018 zu 22 Jahren Haft verurteilt, der andere 2020 zu knapp 20 Jahren Gefängnis. Die US-Vertretung in Begasi soll laut dem US-Investigativjournalisten Seymour Hersh als wichtige Schaltstelle bei der US-Operation »Timber Sycamore« gedient haben. Sie zielte darauf ab, Aufständische und Dschihadisten in Syrien unter anderem mit Waffen aus libyschen Arsenalen zu bewaffnen, um auch dort einen Regime-Change herbeizuführen. (AFP/jW)

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