Aktivisten kündigen neue Flotilla Richtung Gaza an
Tunis. Propalästinensische Aktivisten wollen im nächsten Monat mit einer deutlich größeren Flotte als bei früheren Aktionen in Richtung Gazastreifen aufbrechen. Ein Mitglied des Netzwerks »Global Sumud Flotilla« teilte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit, dass die neuen Schiffe am 29. März unter anderem von Häfen in Spanien, Tunesien und Italien aus in See stechen würden, darunter Barcelona und Tunis. Zugleich sei eine Kolonne auf dem Landweg geplant. Die neue Aktion werde die »größte koordinierte humanitäre Intervention für Palästina in der Geschichte« sein, sagte der brasilianische Aktivist Thiago Avila. Mit der Initiative wollen die Organisatoren ihm zufolge »Tausende aus über 100 Ländern« mobilisieren. Nähere Angaben zu dem Ziel der Aktion machte er nicht.
Die »Global Sumud Flotilla« hatte bereits im vergangenen Jahr eine ähnliche Aktion organisiert. Dutzende Schiffe waren vor dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas in See gestochen. Im Oktober vergangenen Jahres stoppte die israelische Marine die Schiffe mit rund 400 pro-palästinensischen Aktivisten an Bord, die nach eigenen Angaben die israelisch-ägyptische Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und humanitäre Hilfe in das Palästinensische Gebiet bringen wollten.
Israel hatte damals wiederholt, dass ein Anlegen der Boote im Gazastreifen nicht erlaubt werde. Israel schob dutzende Aktivisten ab, darunter auch deutsche Staatsbürger und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Israel riegelt den Gazastreifen vom Meer aus strikt ab. Die Blockade war 2007 nach der Machtübernahme der Hamas eingeführt worden und wird auch von Ägypten mitgetragen, das im Süden an den Küstenstreifen grenzt. (AFP/jW)
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