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05.02.2026, 18:30:57 / Ausland

Deutscher Waffenkonzern plant Minenfabrik in Lettland

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Die Grenze Lettlands zu Russland soll künftig nicht nur mit Stacheldraht, sondern auch mit Minen aus deutscher Produktion bewehrt sein

Riga. Der deutsche Waffenhersteller Dynamit Nobel Defence, das seit längerem daran arbeitet, zu einem wichtigen Minenfabrikanten aufzusteigen (vgl. junge Welt vom 3.12.2025), will eine Produktionsstätte für Panzerabwehrminen in Lettland errichten. Im Beisein des lettischen Verteidigungsministers Andris Spruds wurde dazu in Riga eine entsprechende Absichtserklärung zwischen dem Rüstungsunternehmen und der lettischen State Defence Corporation unterzeichnet.

Die Fabrik soll demnach 2028 ihren Betrieb in dem an Russland und Belarus grenzenden baltischen EU- und Nato-Land aufnehmen. Produziert werden sollen Minen vorrangig für die lettische Armee, hieß es in der Ministeriumsmitteilung. Lettland hatte zuvor bereits im Oktober 2025 für 50 Millionen Euro bei Dynamit Nobel Defence ein ferngesteuertes Minenverlegesystem bestellt. Der baltische Staat will – wie auch Estland und Litauen – stark aufrüsten. Auch Minen sollen dazu im Ernstfall an der Ostgrenze der Staaten eingesetzt werden. (dpa/jW)

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