-
04.02.2026, 18:18:41
- → Kapital & Arbeit
Syrien lässt Ölvorkommen vor Küste erkunden
Damaskus. Der US-Ölkonzern Chevron will gemeinsam mit Syriens staatlicher Ölgesellschaft und dem katarischen Unternehmen Power International Holding Öl- und Gasvorkommen vor der syrischen Küste prüfen. Dazu wurde eine Absichtserklärung unterschrieben, wie die syrische Staatsagentur SANA am Mittwoch berichtete. Es ist demzufolge der erste offizielle Schritt Syriens zur Erforschung von Öl und Gas vor der Küste. Aus Regierungskreisen hieß es, die Vereinbarung habe zunächst eine Laufzeit von zwei Monaten. Anschließend sollen verbindliche Verträge und operative Arbeiten folgen.
Ein Chevron-Vertreter sprach von einer Investitionschance und Perspektiven für eine künftige Zusammenarbeit. Auch der US-Sondergesandte für Syrien, Thomas Barrack, bezeichnete die Partnerschaft als möglichen Impuls für wirtschaftliche Erholung, Beschäftigung und Stabilität. Im Osten des Landes liegen auch Öl- und Gasfelder. Nach dem Sturz des syrischen Expräsidenten Baschar Al-Assad hatte sich im Dezember 2024 Ahmed Al-Scharaa, Chef der islamistischen HTS-Miliz, zum Übergangspräsidenten erklärt. In der Folge haben die USA und die EU-Staaten ihre Beziehungen zu Syrien wieder normalisiert und die drastischen Sanktionen gegen Damaskus aufgehoben, die seit 2011 zum wirtschaftlichen Abstieg in dem Land und zu einer dramatischen Versorgungslage der Bevölkerung beigetragen hatten. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
