Rat übergibt Mandat an Premier in Haiti
Port-au-Prince. Der präsidiale Übergangsrat im Karibikstaat Haiti hat am Sonnabend das Regierungsmandat an den von den USA unterstützten Ministerpräsidenten Alix Didier Fils-Aimé übergeben. Zuvor hatte eine Mehrheit des Rats noch eine Resolution zur Absetzung des rechten Unternehmers Fils-Aimé unterzeichnet. Washington mischte sich daraufhin zugunsten des Premiers ein. US-Außenminister Marco Rubio betonte die Bedeutung einer ununterbrochenen Amtszeit von Fils-Aimé als Regierungschef Haitis »im Kampf gegen terroristische Banden und für die Stabilisierung der Insel«. Das Land leidet unter einer sehr hohen Mordrate. Die Gewalt geht sowohl von den sogenannten Banden als auch von der Polizei und ausländischen Söldnern aus. Die USA entsandten in den vergangenen Tagen drei Kriegsschiffe nach Haiti. Diese seien in die Bucht von Port-au-Prince eingelaufen, erklärte die US-Botschaft in dem Land am Dienstag auf X. Die Flotte wurde demnach auf Anweisung von US-Kriegsminister Pete Hegseth als Teil der »Operation Southern Spear« entsandt. Dabei handelt es sich um einen US-Militäreinsatz gegen angebliche Drogenhändler in der Karibik und im Ostpazifik, bei dem bislang mehr als 100 Menschen bei völkerrechtswidrigen Angriffen auf Boote getötet wurden. (AFP/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Ohne Kommentar
vom 09.02.2026 -
Sahels Souveränität unerwünscht
vom 09.02.2026 -
Kein Imperium währt ewig
vom 09.02.2026 -
Sie reden wieder
vom 09.02.2026 -
Kuba rüstet sich für »schwere Zeiten«
vom 09.02.2026