Wahlsieg für Japans Regierungschefin Takaichi
Tokio. Japans neue rechte Ministerpräsidentin Takaichi Sanae hat bei der Wahl zum Unterhaus deutlich gewonnen. Ihre Liberaldemokratische Partei (LDP) konnte ihre Mehrheit in der mächtigen Kammer des nationalen Parlaments zurückerobern, wie japanische Medien auf Basis von Befragungen nach Schließung der Wahllokale am Sonntag berichteten. Demnach dürfte die LDP ihre bisherige Sitzzahl von 198 auf mehr als 300 des 465 Sitze zählenden Unterhauses erhöht haben. Mit ihrem bisherigen Partner, der neoliberalen Partei Ishin, könnte sie sogar auf eine Zweidrittelmehrheit kommen. Die von Takaichi angestrebte Revision von Artikel 9 der seit 1947 unveränderten Verfassung würde damit realistischer werden. In dem Artikel verzichtet Japan »für alle Zeiten auf den Krieg als ein souveränes Recht der Nation und auf die Androhung oder Ausübung von Gewalt als Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten«. Als rechte Hardlinerin befürwortet Takaichi engere Beziehungen zu den USA und einen Ausbau der Armee, um das Land gegen China in Stellung zu bringen. (dpa/jW)
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