Anno ... 7. Woche
1801, 9. Februar: Der Friedensvertrag von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich leitet das Ende des Heiligen Römischen Reichs ein. Dieses muss, wie bereits 1797 vereinbart, das gesamte linke Rheinufer an Frankreich abtreten. Die dort ansässigen Fürsten sollen zu einem späteren Zeitpunkt entschädigt werden.
1941, 12. Februar: In London wird zum ersten Mal einem Menschen Penicillin, dessen antibiotische Wirkung Alexander Fleming 1928 entdeckt hatte, verabreicht. Ein Polizist, der sich beim Rosenschneiden verletzt und eine Blutvergiftung zugezogen hatte, wird einige Tage erfolgreich mit dem Antibiotikum behandelt. Da nur geringe Mengen des neuen Wirkstoffs vorhanden sind, stirbt er jedoch einen Monat später.
1946, 9. Februar: In Berlin beginnt der Gründungskongreß des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB). 1.169 Delegierte vertreten rund zwei Millionen Gewerkschafter der Länder und Provinzen der sowjetischen Besatzungszone und Berlins. Zum ersten Vorsitzenden des FDGB wird Hans Jendretzky (KPD) gewählt.
1956, 13. Februar: Das Schwurgericht beim Landgericht München II spricht das Urteil gegen sieben Mitglieder einer »Werwolf«-Gruppe, die im April 1945 an der Ermordung von acht Einwohnern der bayerischen Stadt Penzberg beteiligt waren. Das Gericht verhängt äußerst geringe Strafen, amnestiert einige der Angeklagten und spricht andere frei. Das Gericht ist der Ansicht, dass die »Turbulenz dieser Tage« und die »Verwirrung der Moral- und Rechtsbegriffe« strafmildernd zu werten seien.
1971, 11. Februar: In Washington, London und Moskau wird der »Meeresbodenvertrag« unterzeichnet. Das völkerrechtliche Abkommen verbietet Tests oder Stationierungen von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen auf dem Meeresgrund. Nach Ratifikation durch mehr als 25 Staaten tritt das Abkommen am 18. Mai 1972 in Kraft.
1991, 9. Februar: Bei einer Wahlbeteiligung von rund 85 Prozent stimmen in Litauen knapp über 90 Prozent für die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Der baltische Staat hatte sich im Vorjahr als erste Unionsrepublik für souverän erklärt, ein Eingreifen des sowjetischen Militärs im Januar 1991 war gescheitert.
1991, 9. Februar: Perus Regierung ruft aufgrund einer Epidemie den nationalen Notstand aus. Nach 100 Jahren war die Cholera nach Lateinamerika zurückgekehrt. In Peru breitet sie sich rasch aus, nahezu alle Staaten Süd- und Mittelamerikas sind bald darauf betroffen.
Probeabo
Sie lügen wie gedruckt. wir drucken, wie Sie lügen.
Jetzt 2 Wochen gratis lesen – das Probeabo endet automatisch!
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Ähnliche:
IMAGO/Bridgeman Images23.12.2025Der Traum von »Großisrael«
Berthold Fischer/SZ Photo/picture alliance12.11.2025Wieder zurück an der NATO-Ostflanke
Sepp Spiegl/IMAGO08.08.2025Imperialismus der feinen Herren
Mehr aus: Geschichte
-
Auftrag: Antikommunismus
vom 07.02.2026
