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Aus: Ausgabe vom 27.01.2026, Seite 3 / Abgeschrieben

Aufruf zu weltweiten Aktionstagen für Rojava

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Im Rahmen der Aktionswoche gab es am Montag eine Protestaktion für Rojava vor dem Auswärtigen Amt in Berlin

Die Kampagnen »Women Defend Rojava« und »Rise up for Rojava« haben am Sonntag einen von 183 Organisationen und 72 Einzelpersonen aus 39 verschiedenen Ländern mitgetragenen Aufruf für weltweite Aktionstage zur Verteidigung von Rojava bis einschließlich 1. Februar veröffentlicht:

Seit dem 6. Januar sind kurdische und arabische Regionen in Syrien anhaltenden Angriffen ausgesetzt, die die größte existentielle Bedrohung für die kurdische Gesellschaft und das autonome Selbstverwaltungssystem darstellen, das dort seit über 14 Jahren aufgebaut wurde. Diese Militäroffensive wird vom islamistischen Regime Al-Scharaas, der sogenannten »Übergangsregierung« in Damaskus, in Zusammenarbeit mit dem türkischen Verteidigungsminister Yaşar Güler und dem Außenminister Hakan Fidan koordiniert. Sie wird in direkter Zusammenarbeit mit dschihadistischen Milizen durchgeführt. Dieser Vernichtungskrieg wurde von westlichen Regierungen genehmigt.

Rojava ist unmittelbar von der HTS und dem IS bedroht. Diese Angriffe gefährden die hart erkämpften Errungenschaften der Frauenrevolution in Rojava, darunter die Prinzipien der lokalen Demokratie und der Gleichberechtigung ethnischer und religiöser Gemeinschaften. (…) Der Angriff auf Rojava zielt nicht nur darauf ab, die Errungenschaften der kurdischen Gesellschaft zu zerstören. Vielmehr verfolgt dieser internationale Plan das Ziel, die Idee und das Projekt eines demokratischen Syriens und eines demokratischen Nahen Ostens zu zerstören. (…)

Im Jahr 2014 gingen weltweit Millionen Menschen auf die Straße, und gemeinsam konnten wir Kobanê befreien. Die Niederlage des IS zu dieser Zeit wurde nicht nur durch die YPG und YPJ ermöglicht, sondern auch durch eine breite internationale Solidarität, einschließlich politischer, sozialer und moralischer Unterstützung durch demokratische Kräfte weltweit. Heute rufen wir erneut zu globaler Solidarität auf, um die Revolution und die Menschenwürde zu verteidigen.

In einer Zeit zunehmender globaler Fragmentierung, die vom Profit statt von den Bedürfnissen der Menschen getrieben ist, müssen wir uns zusammenschließen, um die Freiheit Rojavas zu fordern und für die Menschlichkeit einzustehen. Angesichts koordinierten militärischen und politischen Drucks müssen die demokratischen Kräfte ihre Solidarität stärken.

Wir, die unten aufgeführten Organisationen und Einzelpersonen, rufen daher dazu auf:

– Aktionen in Solidarität mit Rojava zu organisieren, die Angriffe zu verurteilen und auf die unmittelbare Gefahr einer ethnischen Säuberung durch die syrische Übergangsregierung, die Türkei und ihre verbündeten dschihadistischen Milizen aufmerksam zu machen.

– Eine öffentliche Gegendarstellung in den Medien und der Zivilgesellschaft zur Lage in Rojava zu schaffen und die offensichtliche Unterstützung des Westens für die Angriffe aufzudecken.

– Nationale Regierungen und internationale Institutionen für ihre Mitschuld an den Kriegsverbrechen in Rojava zur Verantwortung zu ziehen.

– Politische und rechtliche Anerkennung und einen Status für die DAANES zu fordern, um Damaskus zu zwingen, eine dezentrale Lösung zu akzeptieren, die die Existenz und die Rechte der Alawiten, Drusen, Jesiden, Assyrer, Armenier und aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften in einem zukünftigen demokratischen Syrien garantiert.

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