Mediale Mobilmachung gegen Iran
Tel Aviv. Israel hat den USA laut einem Medienbericht »Geheimdienstinformationen über Hinrichtungen von Demonstranten in Iran« übermittelt. Dadurch sei die US-Führung an belastende Beweise gegen die Führung in Teheran gelangt, hieß es bei der Zeitung Israel Hajom am Wochenende. Ebenfalls am Wochenende behauptete das Time-Magazin, dass in Iran an den zwei Protesttagen vom 8. und 9. Januar »bis zu 30.000 Menschen getötet worden seien«. Das Magazin beruft sich auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums. Es seien so viele Menschen von iranischen Einsatzkräften getötet worden, dass die staatlichen Behörden mit der Bergung und Beseitigung der Leichen überfordert gewesen seien. Laut den Beamten gingen Leichensäcke aus, und statt Krankenwagen seien Lastwagensattelauflieger genutzt worden. Die staatliche iranische Rundfunkagentur Iribnews dementierte den Bericht. Die USA suchen derzeit nach einem Vorwand, um Iran erneut anzugreifen. (dpa/jW)
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