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Aus: Ausgabe vom 22.01.2026, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Vivantes lehnt TVöD für Töchter ab

Berlin. Die Vivantes-Töchter sollen nicht schlechter gestellt werden als die CFM, die Service-Tochter der Charité. Das sagte Kai Wegner am Sonnabend gegenüber den Beschäftigten in der Verdi-Bundesverwaltung, wo er auf der Delegiertenkonferenz des DGB Berlin-Brandenburg ein Grußwort sprach. Die CFM-Beschäftigten hatten im vergangenen Jahr nach 48 Tagen Streik eine Entgeltangleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bis 2030 erreicht. Dahin haben sich nun auch die Beschäftigten der Vivantes-Töchter aufgemacht. Entgegen der Erfahrungen der letzten Jahre hat Vivantes sogar bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt. Allerdings ist das Angebot unzureichend. Es sieht eine Angleichung der Entgelttabellen über einen Zeitraum von fünf Jahren vor, wie Verdi am 14. Januar mitteilte. Zugleich verweigert Vivantes zentrale Elemente aus dem TVöD und will sogar Verschlechterungen der aktuell geltenden Regelungen. Die Ungleichbehandlung der Beschäftigten zwischen den Tochterunternehmen soll weiter verschärft werden. So umfasst das Angebot eine deutliche Kürzung der Jahressonderzahlung für Neubeschäftigte, keine Betriebsrente und keine Anpassung der Zulagen an das Niveau des TVöD. (jW)

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