Dänemark erhöht Militärpräsenz in Grönland
Kopenhagen. Dänemark erhöht ab sofort seine Militärpräsenz in und um Grönland, das Teil des Königreichs ist. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des dänischen Außenministeriums und des grönländischen Ministeriums für Äußeres und Forschung vom Mittwoch hervor. Dies geschehe demnach im Zusammenhang mit militärischen Übungen mit sowohl Flugzeugen, Schiffen als auch Soldaten – und in »enger Zusammenarbeit« mit NATO-Verbündeten.
Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Bündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme verbündeter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich »die sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis« ausgedehnt haben.
Auch Schweden kündigte an, noch am Mittwoch Militär nach Grönland zu schicken. Das geschehe auf eine Anfrage aus Dänemark hin, schrieb der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson auf X. »Einige Offiziere der schwedischen Streitkräfte treffen heute in Grönland ein. Sie sind Teil einer Gruppe aus mehreren verbündeten Ländern«, hieß es in dem Post. Die Ankündigung erfolgte kurz vor dem Treffen zwischen dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und der für Außenpolitik zuständigen grönländischen Ministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio sowie US-Vizepräsident J. D. Vance in Washington. (dpa/jW)
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