Krankenkassen-Zusatzbeitrag steigt auf über 3,1 Prozent
Berlin. Der Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zum Jahreswechsel trotz eines Zuschusspakets der Bundesregierung spürbar gestiegen. Der durchschnittliche, nach Mitgliedern gewichtete Zusatzbeitrag habe von 2,94 auf 3,13 Prozent zugelegt, sagte der Chef des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, gegenüber Bild am Freitag. Der Anstieg müsse »ein Weckruf für alle sein, die für unser Gesundheitssystem Verantwortung tragen«. Der Zusatzbeitrag kommt zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent hinzu, sodass der Gesamtbeitrag nun auf einem Rekordwert von rund 17,7 Prozent des Bruttolohns liegt. Beschäftigte und Unternehmer zahlen diesen je zur Hälfte.
Die Bundesregierung hatte zuvor ein Sparpaket von etwa zwei Milliarden Euro auf den Weg gebracht, um die Beiträge zu stabilisieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Zusatzbeitrag für 2026 daher unverändert bei 2,9 Prozent belassen. Allerdings ist dies nur eine Rechengröße, da jede Krankenkasse die tatsächliche Höhe individuell festlegt. Bereits für 2025 lag der tatsächliche Wert mit 2,9 Prozent über der ursprünglichen Orientierungsmarke von 2,5 Prozent. Blatt forderte nun, »als dringlichste Maßnahme« müsse »der starke Anstieg bei den Krankenhauskosten und den Medikamentenpreisen gestoppt werden«. Krankenkassen hatten bereits im Vorfeld gewarnt, dass der Zusatzbeitrag höher ausfallen würde als von der Regierung prognostiziert. (Reuters/jW)
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