Zum Inhalt der Seite

Gedenken an Tod in Zelle von Oury Jalloh

Dessau. Demonstranten haben am Mittwoch in Dessau an den Tod von Oury Jalloh erinnert. Die Gedenkdemo sollte um 14 Uhr am Hauptbahnhof starten und wie jedes Jahr vor dem Dessauer Polizeirevier enden. Dort ist Jalloh, ein 36jähriger Mann aus Sierra Leone, am 7. Januar 2005 in einer Zelle an Händen und Füßen gefesselt verbrannt. Den Behörden zufolge soll der Gefangene sich selbst angezündet haben. Angehörige, Anwälte und eine Gedenkinitiative hegen seither den Verdacht, dass Jalloh ermordet wurde. Sie fordern bis heute Aufklärung. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2026, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!