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Liebe heilt Wunden

Heidelberg. Leichte Hautverletzungen wie etwa Schürfwunden und nicht tiefe Schnitte heilen offenbar besser, wenn der Körper das Hormon Oxytocin produziert. Der Botenstoff wirkt sich auf die soziale Interaktion aus und wird bei Körperkontakt verstärkt ausgeschüttet; umgangssprachlich wird es daher »Kuschelhormon« genannt. Ein Forscherteam um Ekaterina Schneider vom Institut für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg hat den Zusammenhang zwischen Oxytocin und der Wundheilung näher erforscht, wie das Wissenschaftsportal Scinexx berichtet. Dazu wurden 80 Paare in zwei Gruppen aufgeteilt. Einer wurde per Nasenspray Oxytocin verabreicht, der anderen Gruppe ein Placebo. Zusätzlich sollten manche Probanden die körperliche Nähe ihrer Partner suchen. Den Teilnehmern wurden dann freiwillig kleine Wunden zugefügt. Es stellte sich heraus, dass bei denjenigen, die sowohl Oxytocin erhalten hatten als auch ihrem Partner körperlich nahe waren, die Verletzungen am besten verheilten. Interessanterweise beschleunigte sich die Heilung aber nicht bei denjenigen, die nur Oxytocinspray oder nur körperliche Nähe hatten. Die Forscher vermuten daher, dass Oxytocin vor allem als Verstärker wirkt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 29. Dez. 2025 um 21:53 Uhr
    Heile, heile Segen, morgen gibt es Regen, übermorgen Sonnenschein, dann wirds wieder besser sein. Vielleicht ist doch nicht alles nur chemisch? Die ePA wird es richten!
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