05.02.2005
Zweierlei Rechtskultur
Über Täter des »Volksgerichtshofs« hat die DDR waschkorbweise Akten in die BRD geliefert – ohne Erfolg. Ein Gedächtnisband für den DDR-Juristen Günther Wieland
Von Friedrich Wolff
Den Juristen der DDR flicht die Nachwelt keine Kränze. Unrechtsstaat ist zum Synonym für DDR geworden. Es nützt nichts, daß es in der DDR weniger Kriminalität gab, daß die Justiz schneller und billiger und die Gesetze verständlicher waren. Ihre prominenten Juristen erscheinen überwiegend im düsteren Licht wie Hilde Benjamin oder im zweifelhaften wie Wolfgang Vogel. Doch es gibt auch andere, Günther Wieland gehört zu ihnen.
Der von langer Krankheit gezeichnete, u...
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