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Wintersturm überschwemmt Gaza

Gaza. Zusätzlich zu den Kriegszerstörungen und der kaum gelockerten israelischen Blockade wird der Gazastreifen gegenwärtig von einem Wintersturm heimgesucht. Am Donnerstag brachte er im Stadtteil Al-Nasr westlich von Gaza-Stadt ein dreistöckiges Haus zum Einsturz. Laut der Agentur WAFA berichteten Rettungsteams zudem, dass die von dem Sturm herangetragenen Wassermassen ganze Zeltlager im Gebiet Al-Mawasi in der Stadt Khan Junis überflutet hätten. Die Gebiete Al-Bassa und Al-Baraka in Deir Al-Balah, der zentrale Markt in Nuseirat sowie die Gebiete Jarmuk und der Hafen in Gaza-Stadt seien ebenfalls betroffen. Die Teams gaben am Donnerstag mittag an, dass sie in den vergangenen zwölf Stunden 32 Einsätze durchgeführt hätten, um Wasser abzupumpen und Personen zu evakuieren. Für ein acht Monate altes Kleinkind in Khan Junis kam WAFA zufolge am Donnerstag jede Hilfe zu spät. Es starb aufgrund der außergewöhnlichen Kälte. Lokale Behörden warnten am Donnerstag nochmals vor den Folgen der katastrophalen Lage im Gazastreifen. Schließlich habe der Sturm seinen Höhepunkt gerade erst erreicht, und die Einwohner Gazas litten weiter unter einem Mangel an geeigneten Unterkünften, medizinischer Versorgung und auch Heizöl. Nach wie vor lässt Israel Hilfslieferungen nicht in ausreichender Zahl in den Küstenstreifen gelangen. (jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2025, Seite 6, Ausland

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