-
02.12.2025
- → Natur & Wissenschaft
Coronapandemie traf Geflüchtete hart
Bielefeld. Menschen in Flüchtlingsunterkünften wurden von der Coronapandemie und dem politischen Umgang mit ihr besonders schwer getroffen. Eine Studie unter Leitung von Kayvan Bozorgmehr von der Universität Bielefeld und ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Heidelberg haben dies erstmals konkret aufgearbeitet. Dafür wurden Daten von rund 109.000 Geflüchteten aus 21 Unterkünften ausgewertet. Besonders drastisch stieg die Zahl der psychischen Erkrankungen – in dem Zeitraum zwischen Oktober 2018 und April 2023 um 73 Prozent. Dies dürfte vor allem eine Folge der Lockdownpolitik, der zunehmenden Isolation und zugleich fehlenden Privatsphäre in den überfüllten Unterkünften sein. »Unsere Daten verdeutlichen, dass psychische Gesundheit und Schutz vor Gewalt in Krisenzeiten besondere Aufmerksamkeit verdienen«, so die Mitautorin der Studie Rosa Jahn in der Pressemitteilung der Universität Bielefeld. Rein physische Erkrankungen, etwa der Atemwege, nahmen zwar durch die Coronamaßnahmen ab, nach deren Lockerungen jedoch wieder zu. Eine Folgerung aus der Studie sei, so Bozorgmehr, dass »Schutzmaßnahmen immer im Zusammenspiel mit sozialer und psychischer Unterstützung gedacht werden sollten«. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
