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Aus: Ausgabe vom 25.11.2025, Seite 4 / Inland
Bericht der Bundespolizei

Mehr Beamte, mehr Fahndung

Bundespolizei legt neuen Jahresbericht vor
Von Max Grigutsch
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Bundespolizisten starren Leute an (Hamburg, 14.11.2025)

Die Bundespolizei freut sich über ihre Leistungen. Laut dem am Montag vorgestellten Jahresbericht für das vergangene Jahr hat sie in dem Zeitraum so viele Fahndungstreffer verbucht wie nie zuvor. Nicht die der bewaffneten Staatsgewalt im Rahmen der innerdeutschen Aufrüstung anheimfallende künstliche Intelligenz oder anderweitige neue Technik waren demnach primär für die Zahlen verantwortlich. Leitend war nach Einschätzung der Ermittlungsbehörde vielmehr der personelle Aufwuchs und dessen erweiterter Einsatz unter anderem an den Bundesgrenzen. Hervorgehoben wurden zudem die sogenannten Superrecognizer (deutsch etwa: Supererkenner). Das sind Beamte, die angeblich eine besondere Begabung haben, Gesichter wiederzuerkennen – zum Beispiel in Videos, auf Fahndungsfotos oder auf Demonstrationen. Die Bundespolizei setzt inzwischen mehr als 190 dieser Spezialisten ein.

Knapp 286.000 Fahndungstreffer will die Bundespolizei im Jahr 2024 erzielt haben. Das waren rund 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem verzeichnete sie 22.454 vollstreckte Haftbefehle – ein Anstieg von etwa drei Prozent. Insgesamt ging die Zahl der festgestellten Straftaten um fast 19 Prozent auf 641.613 Fälle zurück. Dennoch wurden mehr Gewalt-, Sexual- und Eigentumsdelikte registriert, gleichzeitig aber rund ein Drittel weniger illegalisierte Einreisen als 2023. Die Bundespolizei, mit Ende 2024 knapp 55.000 Beamten, ist für Einsätze an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen zuständig. Die Behörde unterstützt die Länderpolizeien zudem bei Demonstrationen oder Großveranstaltungen wie Fußballspielen.

Ausgerüstet mit relativ neuer Technik – Bodycams und Elektroimpulswaffen – waren hingegen die nordrhein-westfälischen Polizisten, die in Bochum in der Nacht zum 17. November ein zwölfjähriges gehörloses Mädchen niedergeschossen hatten. Die Kameras seien bei dem Zugriff der vier Beamten allerdings nicht eingeschaltet gewesen, offenbarte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Sonntag gegenüber der Rheinischen Post. Das Mädchen war in den Bauch getroffen und lebensbedrohlich verletzt worden.

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