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Trump nimmt ABC News nach Kritik ins Visier

Washington. Weil ein Reporter im Auftrag von ABC News den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit) zur Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi (Dschamal Chaschukdschi) 2018 befragte, hat das Weiße Haus den Sender ins Visier genommen. Dieser sei »eine demokratische Propagandaoperation, die sich als Fernsehsender tarnt« und einen »Krieg« gegen den Präsidenten und Millionen US-Amerikaner führen würde, hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung, der eine Sammlung von Programmbeschwerden angefügt wurde. Trump schlug laut Reuters vor, dem Sender die Lizenz zu entziehen. Die derzeit vom Republikaner Brendan Carr geleitete US-Rundfunkbehörde FCC (Federal Communications Commission) teilte gleichentags mit, die Vereinbarungen von lokalen Rundfunkstationen und Sendernetzwerken überprüfen zu wollen. Fraglich sei dabei, ob die Stationen Programme im öffentlichen Interesse unterschlagen können sollen. Im September war Carr für sein Lob für zwei Rundfunkkonzerne, die »Jimmy Kimmel Live!« nicht ausgestrahlt hatten, parteiübergreifend für mangelnde Unabhängigkeit kritisiert worden. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2025, Seite 14, Medien

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