Nachschlag: Naziästhetik
Zack Snyder hält die Welt in Atem. Mit dieser Verfilmung der Lakedaimonier-Comicreihe »300« von Frank Miller ist er ganz seinem Naturell gefolgt. Der historische Stoff, der hier durch die Graphic-Novel-Vorlage hindurch als Material dient, ist die Schlacht bei den Thermopylen, geschlagen von einer kleinen Schar Spartiaten, die unter der Führung des Leonidas den Job hatte, das persische Heer an einem Engpass möglichst lange aufzuhalten. Es geht also um Märtyrer, kein Wunder, dass Berufspubertist Snyder Feuer und Flamme für diesen Stoff war. Farbsättigung, Beleuchtung, Körperkult, das todeskultige Gesabbel der Protagonisten, die von Snyder stets überbemühten Slomo-Shots, all das läuft zu einer Bildästhetik zusammen, die man für ins Faschistoide gewendete Homo-erotik halten könnte, wüsste man nicht, dass es sich bei der zur Schau gestellten Mannesliebe um patriarchale Autoerotik handelt, um übertragene Misogynie, wie man sie von Platon kennt. Wenngleich dort ungleich intelligenter. (fb)
Friedenspropaganda statt Kriegsspielzeug
Mit dem Winteraktionsabo bieten wir denen ein Einstiegsangebot, die genug haben von der Kriegspropaganda der Mainstreammedien und auf der Suche nach anderen Analysen und Hintergründen sind. Es eignet sich, um sich mit unserer marxistisch-orientierten Blattlinie vertraut zu machen und sich von der Qualität unserer journalistischen Arbeit zu überzeugen. Und mit einem Preis von 25 Euro ist es das ideale Präsent, um liebe Menschen im Umfeld mit 30 Tagen Friedenspropaganda zu beschenken.
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Feuilleton
-
Das Geheimnis der Pyramidenzellen
vom 17.11.2025 -
Noch einmal mit Clara Mosch
vom 17.11.2025 -
»Der Russe gewinnt immer«
vom 17.11.2025 -
Der vermisste Freund
vom 17.11.2025 -
Vorschlag
vom 17.11.2025 -
Veranstaltungen
vom 17.11.2025