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Marathonrealität

Adamantium Man

Berlin. Schlange stehen: eine Gedulds-, für Marathonläufer sicherlich eine Zerreißprobe. Am Berliner Flughafen BER führte für viele Teilnehmer des Berlin-Marathons am Montag kein Weg daran vorbei, ging es in der Passagierabfertigung und Gepäckaufgabe nur schleppend voran, da ein Cyberangriff den Betrieb am Freitag lahmgelegt hatte. Der Kenianer Sabastian Kimaru Sawe, der am Sonntag nach zwei Stunden, zwei Minuten und sechzehn Sekunden als Erster ins Ziel gelaufen war, dürfte darum erwogen haben, seinen Heimweg nach Kapsabet zu Fuß zu bestreiten. Google Maps spuckt zu letzterem befragt eine sportliche 8.575 Kilometer lange Route aus. Ginge Sawe nicht die Puste aus, könnte er diese Strecke in rund 17 Tagen meistern. Das liegt angesichts der sagenumwobenen Verzögerungen am BER – neun Jahre waren es bei der Eröffnung – gar nicht so fern. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2025, Seite 16, Sport

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