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Kiosk-Aktion

Pressehandel schafft Relevanz

junge Welt startet Werbeaktion im Einzelhandel.

Interview: Ein Gespräch mit Jonas Pohle
Foto: Joshua Regitz/jW

Ab der kommenden Woche wirbt die junge Welt für den Einzelverkauf der Zeitung. Was ist geplant?

Die junge Welt wirbt regelmäßig für den Kauf der Zeitung im Pressehandel, um neue Leserinnen und Leser zu gewinnen. Neben Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften und digitaler Werbung wird es in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Leipzig auch Plakate im Stadtbild geben.

Warum gerade jetzt?

Die Regierung hat es angekündigt. Im Herbst stehen »Reformen« an, die einen Angriff auf den ohnehin schon gebeutelten Sozialstaat bedeuten. Hier bieten wir mit der jW ein wichtiges Informationsmedium an – mit Hintergründen, Analysen und Kommentaren. Mit unserem Slogan »Sie lügen wie gedruckt, wir drucken wie sie lügen« sprechen wir Alltagserfahrungen von vielen Menschen an.

Außerdem stellt die Tageszeitung Taz Mitte Oktober den Druck der täglichen Ausgabe ein und erscheint nur noch am Wochenende gedruckt. Das ND erscheint schon jetzt nicht mehr täglich auf Papier und ist nicht mehr am Kiosk erhältlich. Wir hingegen sehen in der gedruckten Tageszeitung ein wichtiges Kulturgut, das es zu erhalten gilt.

Welche Bedeutung hat der Pressehandel für die junge Welt?

Es ist der Ort, an dem viele Menschen die junge Welt entdecken. Eine Tageszeitung, die relevant sein will, braucht eine gute Präsenz im Einzelhandel. Warum sich hier ND und Taz zurückgezogen haben bzw. sich zurückziehen, ist für uns nicht nachvollziehbar. Obwohl wir eine relativ kleine Zeitung mit bescheidenen Möglichkeiten sind, gelingt es uns seit Jahren erfolgreich, die Verkäufe im Pressehandel zu steigern und an Relevanz zu gewinnen.

Wie können die Leserinnen und Leser die junge Welt unterstützen?

Sprechen Sie mit Freunden, Bekannten, Genossen und Kollegen. Weisen Sie auf die junge Welt hin. Gern können Sie auch Ihren Kiosk um die Ecke auf die junge Welt und die Aktion hinweisen und um eine gute Plazierung der jW bitten. Die junge Welt stellt Werbemittel für den Pressehandel zur Verfügung, unter anderem Türaufkleber mit dem Hinweis »Drücken«/»Ziehen« und Plakate in unterschiedlichen Formaten mit dem Hinweis »Hier erhältlich«. Hat Ihr Kiosk keine junge Welt im Angebot, kann der Händler die jW unkompliziert über seinen Großhändler beziehen.

Jonas Pohle war langjähriger Vertriebsleiter der jW und seit 2021 Geschäftsführer der AVZ GmbH, dem Abo- und Vertriebsdienstleister der jungen Welt

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.09.2025, Seite 16, Aktion

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→Leserbriefe
  • Ackermann aus Berlin 20. Sept. 2025 um 16:54 Uhr
    Die »Berliner Zeitung« wirbt massiv und erfolgreich beim 1. FC Union Berlin um sichtbare Aufmerksamkeit und neue Abonnenten. Warum wirbt die »junge Welt« dann nicht auch in den Fußballstadien von Aue, Babelsberg, Chemnitz, Cottbus, Dresden, Erfurt, Halle, Jena, Leipzig, Magdeburg, Rostock oder Zwickau...?
    • Onlineabonnent*in Marian Rose 22. Sept. 2025 um 23:24 Uhr
      Entweder ein exorbitanter Preis oder aber die Vereine verbieten im vorauseilender Gehorsam Werbung für die JW ...
    • Bernd Schmidt aus Hamburg 22. Sept. 2025 um 11:40 Uhr
      Das frage ich mich auch schon seit langem. Allerdings können ja auch zusätzlich jW-Leserinitiativen in den Stadien in Nord und Süd, West und Ost, aktiv werden und mit entsprechenden Slogans die jW wahrnehmbar werden lassen. Bei Rot-Weiss Essen gegen Hansa Rostock hing zum Beispiel in der Live-Fernsehberichterstattung in großer Schrift deutlich erkennbar und dauerhaft die wörtlich vollständig ausgeschriebene Losung ACAB. So erregt man Aufmerksamkeit über das Stadion in das Fernsehen hinein.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

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