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Afghanistan: WHO fordert Helferinnen

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Talibanführung in Afghanistan aufgefordert, die Beschränkungen für weibliche Hilfskräfte aufzuheben. So sollen sie ohne männliche Begleiter reisen und Frauen helfen können, die nach dem schweren Erdbeben vom 1. September Schwierigkeiten haben, medizinische Versorgung zu erhalten. Rund 2.200 Menschen waren dabei im Osten des Landes ums Leben gekommen. »Ein sehr großes Problem ist derzeit der zunehmende Mangel an weiblichem Personal in diesen Gebieten«, erklärte Mukta Sharma vom WHO-Büro in Afghanistan am Montag gegenüber Reuters. Sie schätzte, dass etwa 90 Prozent des medizinischen Personals in der Region männlich waren. Dies behindere die Versorgung, da Frauen sich unwohl fühlten oder Angst hatten, mit männlichem Personal zu interagieren und allein zu reisen, um sich behandeln zu lassen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in einem Land mit einer der höchsten Müttersterblichkeitsraten in Asien zudem etwa 11.600 schwangere Frauen von den Erdbeben betroffen waren. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2025, Seite 15, Feminismus

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