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Merz, Macron und Tusk stützen in Moldau EU-freundliche Regierung

Foto: Kay Nietfeld/dpa
Die Bevölkerung in Moldau könnte "falsch" wählen: Macron, Merz, Tusk und Sandu am Mittwoch vor einem gemeinsamen Abendessen in Chisinau

Chisinau. Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk haben der vor der für September geplanten Parlamentswahl unter Druck stehenden, im Land weithin unpopulären EU-freundlichen Regierung in der Republik Moldau mit einem gemeinsamen Besuch in der Hauptstadt Chisinau am Mittwoch den Rücken gestärkt. Sie sicherten dem Land Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union und bei der Abwehr angeblicher »russischer Destabilisierungsversuche« zu. »Die Tür in die Europäische Union ist offen«, sagte Merz. Moldau sei geografisch und historisch Teil Europas. Der Kanzler würdigte die »entschlossenen und erfolgreichen« Reformen, die auf dem Weg in die Europäische Union bisher angegangen worden seien.

Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin warf Merz hybride Attacken auf Moldau vor, mit denen er die Demokratie des Landes schwächen wolle. Auch Moldau wolle Putin »zurückholen in die russische Einflusssphäre«. Merz, Macron und Tusk besuchten Moldau am 34. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der früheren Sowjetrepublik mit ihren heute 2,6 Millionen Einwohnern. Sie wurden dort von Präsidentin Maia Sandu empfangen. Seit 2022 ist Moldau wie die Ukraine EU-Beitrittskandidat. (dpa/jW)

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Erschienen am 28.08.2025, Ausland

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