Lagarde: Wirtschaft profitiert von Migration
Jackson Hole. Die Wirtschaft im Euroraum und auch in Deutschland hat laut der EZB vom Zustrom migrantischer Arbeitskräfte profitiert. Auf der US-Notenbankkonferenz in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming nannte EZB-Chefin Christine Lagarde am Sonnabend den Anstieg der Zahl von Beschäftigten aus Ländern außerhalb des Euroraums einen Faktor, der die Wirtschaft trotz zunehmender Präferenz für kürzere Arbeitszeiten und eines Rückgangs des Lebensstandards in einigen Sektoren stütze. Ohne diesen Beitrag könnten die Bedingungen am Arbeitsmarkt angespannter sein, und auch die Produktion würde geringer ausfallen, fügte sie hinzu. In Deutschland beispielsweise wäre das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach ohne den Beitrag migrantischer Arbeitskräfte um rund sechs Prozent niedriger als 2019. Auch Spaniens starkes Wirtschaftswachstum nach der Coronakrise sei zum großen Teil dem Beitrag von Migranten zu verdanken. (Reuters/jW)
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