EU verteidigt Zolldeal mit Trump
Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verteidigt den Zollkompromiss mit US-Präsident Donald Trump. Die Vereinbarung stehe für eine »bewusste Entscheidung – Stabilität und Berechenbarkeit statt Eskalation und Konfrontation«, schreibt die EU-Kommissionspräsidentin in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) (Montagausgabe). »Stellen Sie sich nur einmal vor, die beiden größten Wirtschaftsmächte der demokratischen Welt hätten sich nicht geeinigt und einen Handelskrieg begonnen – gefeiert worden wäre das einzig und allein in Moskau und Peking«, betont von der Leyen nach Angaben des Blattes. Mit Blick auf die vereinbarten US-Zölle von maximal 15 Prozent, so von der Leyen weiter, habe man sich auf einen starken, wenn auch nicht perfekten Deal geeinigt. »Mit Vergeltungszöllen unsererseits würden wir Gefahr laufen, einen teuren Handelskrieg mit negativen Folgen für unsere Beschäftigten, Verbraucher und unsere Industrie zu befeuern.« Die EU-Kommission wurde wegen ihrer Verhandlungsführung kritisiert. Die USA haben bessere Konditionen durchgesetzt, als sie für europäische Unternehmen gelten. Die EU hatte den Deal aber akzeptiert, weil ohne Einigung ab dem 1. August US-Zölle in Höhe von 30 Prozent sowie »ein echter Handelskrieg« gedroht hätten. Hinzu kam die Sorge, Trump könne im Fall eines verschärften Konflikts neue Drohkulissen aufbauen. (dpa/jW)
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