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IG Metall kritisiert Merz’ Rentenäußerung

Hannover. Die IG Metall kritisiert rentenpolitische Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz hatte auf eine Frage zur Rentensicherheit in sozialen Medien geantwortet, wer »in jungen Jahren genug für die Altersversorgung« tue und sich »nicht nur auf die gesetzliche Rentenversicherung« verlasse, müsse sich keine Sorgen machen. Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erklärte die Äußerung am Mittwoch für »realitätsfern« und »gefährlich«: »Sie blendet aus, dass Millionen Menschen am Monatsende keinen einzigen Euro übrig haben, und verkennt, dass private Vorsorge für viele kein realistischer Weg ist – nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht können«, hieß es. Wer auf private Vorsorge setze, »ohne gleichzeitig die gesetzliche Rente grundlegend zu stärken«, nehme »Altersarmut in großem Stil« in Kauf, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 13. Aug. 2025 um 20:23 Uhr
    … und wenn sie könnten, sollten sie es nicht tun. Die wollen alle mein Bestes, nämlich mein Geld, einschließlich des Herrn Riester von der IGM.
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