»Brain Fog« durch Krebstherapie
Stanford. CAR-T-Zelltherapien gegen Krebs können unerwünschte Effekte erzeugen, darunter auch den sogenannten Brain Fog (Gehirnnebel). Ein Team um Michelle Monje von der Stanford University hat diese schwerwiegenden Nebenwirkungen genauer untersucht. In der CAR‑T‑Zelltherapie werden Immunzellen im Labor so präpariert, dass sie verstärkt Tumorzellen angreifen können, und dann in den Körper der Erkrankten injiziert. Eine Folgeerscheinung dieser Therapie sind allerdings Symptome wie Sprachstörungen, verringerte Konzentration sowie Gedächtnisprobleme, die man unter dem Begriff »Brain Fog« subsumiert. Durch Tests an Mäusen haben Monje und ihr Team nun herausgefunden, dass die künstlichen Immunzellen auch bei Tieren zu kognitiven Problemen führen, wie die Zeitschrift Spektrum in ihrer Augustausgabe berichtet. Offenbar werden die sogenannten Mikrogliazellen, Immunzellen im Gehirn, durch die Therapie aktiviert und produzieren entzündungsfördernde Proteine wie Zytokine. Die Entzündungen wiederum beeinflussen Oligodendrozyten, Gehirnzellen, die Hüllen von Nervenfasern produzieren. Werden diese Oligodendrozyten gestört, wirkt sich dies unmittelbar auf die Hirnfunktionen aus. (jW)
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