Unicredit: Größter Commerzbank-Aktionär
München/Mailand. Die italienische Großbank Unicredit schwingt sich zum größten Commerzbank-Aktionär auf und erhöht damit den Druck auf das zweitgrößte börsennotierte Geldhaus Deutschlands. Man habe die zuvor erworbenen Derivate in Commerzbank-Aktien getauscht und halte nun rund 20 Prozent der Anteile und Stimmrechte – doppelt so viel wie bisher, teilte Unicredit am Dienstag abend in Mailand mit. Über Derivate hat die italienische Bank Zugriff auf weitere neun Prozent an der Commerzbank. Bisher war der Bund mit zwölf Prozent größter Aktionär der Commerzbank. Unicredit-Chef Andrea Orcel will die Commerzbank mit der Münchner Unicredit-Tochter Hypovereinsbank zusammenbringen. Die Frankfurter Bank selbst kritisierte das Vorgehen: »Dieser Schritt ist erneut nicht mit der Commerzbank abgestimmt«. Die Bundesregierung lehnt die Übernahme ab. Auch die Gewerkschaft Verdi blieb bei ihrem Nein zu einem Verkauf der Commerzbank; es handle sich um »feindliche Übernahmeaktivitäten«. (Reuters/jW)
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