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27.09.2024
Literatur

Wie schwarz war Othello?

Die Altphilologin Melanie Möller verteidigt mit etwas zu viel Verve die Autonomie der Kunst gegen moralisch motivierte Übergriffe

Von Christian Stappenbeck
Der Verlag setzt den Buchtitel auf dem Cover so: »Der *ent_mündigte Lese:r« Diese ironische Volte zeigt von vornherein, was die Autorin Melanie Möller von gewissen Arten der Sprachplanung hält. Sie hält nichts von Erziehungsversuchen mittels künstlicher, witzloser, kaum sprechbarer Eingriffe ins Schriftbild. Darin stimmt die Berliner Altphilologin überein mit vielen Menschen, die wissen, dass das grammatisch »männliche« Maskulinum als ein neutrales Schubfach, ein G...

Artikel-Länge: 4761 Zeichen

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