Zum Inhalt der Seite

Saudischer Lehrer erhält 20 Jahre Haft

Riad. Ein Lehrer in Saudi-Arabien ist wegen kritischer Beiträge in den Onlinenetzwerken zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der 47jährige Asaad Al-Ghamdi sei »wegen seiner friedlichen Aktivitäten in den sozialen Medien« von einem Spezialgericht für Terrorverdächtige verurteilt worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Dienstag. Es handele sich um eine »weitere Eskalation in dem sich ständig verschlimmernden Vorgehen gegen die freie Meinungsäußerung« in Saudi-Arabien. Aus von HRW eingesehenen Gerichtsdokumenten gehe hervor, dass Al-Ghamdi beschuldigt worden sei, »die Religion und Gerechtigkeit des Königs und des Kronprinzen in Frage zu stellen« und »falsche und böswillige Nachrichten und Gerüchte zu veröffentlichen«. In den vergangenen zwei Jahren hat die Justiz des Königreichs Dutzende Menschen wegen ihrer Beiträge in Onlinenetzwerken zu langen Haftstrafen verurteilt. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2024, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!