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Aus: Ausgabe vom 15.06.2024, Seite 1 / Ausland
Konflikt mit Russland

US-U-Boot provoziert vor Küste Kubas

Russischer Flottenbesuch im Karibikstaat unter Beobachtung Washingtons
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Freundschaftsbesuch: Die russische Fregatte »Admiral Gorschkow« läuft in den Hafen von Havanna ein (12.6.2024)

Nachdem russische Marineschiffe zu einem Hafenbesuch in Kubas Hauptstadt Havanna eingetroffen sind, ist vor der Küste des sozialistischen Karibikstaats ein atomgetriebenes Jagd-U-Boot des US-Militärs eingetroffen. Die »USS Helena« sei im Zuge eines zuvor geplanten Manövers nach Guantanamo Bay geschickt worden, teilte das zuständige Regionalkommando (Southern Command) am Donnerstag abend mit. Es handle sich demnach um einen »routinemäßigen Hafenbesuch«, hieß es in einem Beitrag auf dem X-Account des Southern Command.

Auch andere US-Schiffe haben die russischen Übungen verfolgt und überwacht. Zur Beobachtung der russischen Schiffe setzte die US-Marine laut der Zeitung Miami Herald auch drei Zerstörer, ein Schiff der Küstenwache und ein Seeüberwachungsflugzeug ein. »Das ist keine Überraschung. Wir haben diese Art von Hafenanläufen schon früher gesehen«, hatte Pentagon-Sprecherin Sa­brina Singh am Mittwoch auf die Frage nach den russischen Übungen gesagt. »Wir nehmen das natürlich ernst, aber diese Übungen stellen keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar.«

Bei der Ankunft der russischen Fregatte »Admiral Gorschkow« waren am Mittwoch 21 Salven abgefeuert worden, wie örtliche Medien berichteten. Auch ein Atom-U-Boot sei vor der Küste gesichtet worden. Grund für den Besuch vom 12. bis 17. Juni ist nach Angaben der kubanischen Regierung die historische Freundschaft zwischen den beiden Staaten. In Havanna wurden auch ein russischer Öltanker und ein Bergungsschlepper erwartet. Keines der Schiffe soll laut offiziellen Angaben Atomwaffen an Bord haben.

Havanna liegt nur rund 170 Kilometer von Key West im US-Bundesstaat Florida entfernt. Nach Angaben der US-Regierung verfolge man die Entwicklungen vor der Küste Kubas sehr genau, gehe aber nicht von einer Bedrohungslage aus. Russland werde derartiges in der Zukunft wahrscheinlich wiederholen. (dpa/jW)

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