Zum Inhalt der Seite

Hongkong: Pässe von Aktivisten annulliert

Hongkong. Hongkong hat am Mittwoch die Pässe von sechs nach Großbritannien geflohenen Oppositionellen annulliert. Sie seien »Kriminelle, die sich im Vereinigten Königreich verstecken«, erklärte ein Regierungssprecher der chinesischen Sonderverwaltungszone. »Sie beteiligen sich weiterhin an Aktivitäten, die die nationale Sicherheit gefährden.« Zudem würden sie Hongkong »verleumden und verunglimpfen«. Lin Jian, Sprecher des Außenministeriums in Beijing, präzisierte, dass die Aktivisten gegen das Prinzip »Ein Land, zwei Systeme« verstießen. In diesen Wochen jähren sich die gegen die Volksrepublik gerichteten Proteste in Hongkong von 2019 zum fünften Mal. Anlass war damals ein Gesetzesvorhaben, das die Auslieferung von Straftätern in die Volksrepublik ermöglichen sollte. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2024, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!