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Aus: Ausgabe vom 18.05.2024, Seite 14 / Leserbriefe

Aus Leserbriefen an die Redaktion

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»Ohne Häme«

Zu jW vom 26.3.: »DDR konkret«

Sehr geehrte Redaktion, zwei sehr interessante Beiträge aus der letzten Zeit möchte ich hervorheben: vom 13./14. April 2024, Gespräch mit Jürgen Ledderboge: »Das A und O beim Bauen ist eine realistische Planung« über den Wiederaufbau des Friedrichstadtpalastes und den Artikel über ­Reinhold Andert von Ingar Solty.

Ich war begeistert, beide Geschichten sehr sachlich, vernünftig, ohne die oft übliche Häme, wenn über die DDR berichtet wird. Von Andert habe ich mal wieder seine drei Bücher, vor allem über die Thüringer Geschichte vorgeholt und mit Freude nachgelesen. Auch eine CD mit seinen Liedern ist nach wie vor ein (nachdenkliches) Vergnügen.

Andert war einige Male in unserer Gegend, ­Kelbra (Kyffhäuser), und zu einer Lesung in ­Sangerhausen. Ein erstaunlicher Lebens- und Schaffensweg. Dem Künstler wurde es in der DDR nicht leicht gemacht, und trotzdem wusste er, wohin er gehörte. Auch von dem Gespräch mit dem Oberbauleiter Ledderboge war ich sehr angetan. Er hat manches angesprochen, wovon man als Laie wenig Ahnung hat, alle Achtung vor dem Mann und seiner Leistung. Dank an die Verfasser bzw. Gesprächspartner, dass sie solche lesenswerten Geschichten finden.

Elvira Herrmann, Sangerhausen

»Braune Brandstifter«

Zu jW vom 14.5.: »Hammer ausgepackt«

Recht hat die von mir geschätzte Gesine Lötzsch, von der Partei Die Linke, dass der FDP als Partei der Besserverdienenden das Bürgergeld ein Dorn im Auge ist. Aber leider – aus Sicht der FDP – hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bekanntlich die aktuelle Gesetzeslage als rechtskonform erkannt. Insofern sind alle innerhalb der FDP und der CDU und CSU diskutierten Vorschläge eindeutig verfassungswidrig und menschenverachtend. Die Verlogenheit und Anbiederung der FDP an CDU/CSU und AfD zeigen eindeutig das braune Gedankengut innerhalb von Partei und Bundestagsfraktion. Auch die bildungspolitischen Versäumnisse dieser und der vorherigen Bundesregierungen sind skandalös. Gerade die FDP verspielt die Zukunft der jüngeren Generation und unseres ganzen Landes. Wer beim aktuellen Fachkräftemangel nicht ausreichend ausbildet, der produziert die Bürgergeldempfänger von morgen.

Zu Zeiten der Großen Koalition in Berlin waren wir Gäste der damaligen Linken Bremer Bundestagsabgeordneten Doris Achelwilm. Wir saßen auf der Besuchertribüne des Bundestages während einer gesundheitspolitischen Debatte. Erst sprach ein AfD-Abgeordneter und unmittelbar danach FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzender Christian Lindner. Zwischen beide eindeutig rechtsradikalen Debattenbeiträgen passte nicht ein Blatt Papier. Lindner und die AfD sind beide braune Brandstifter und beweisen täglich, dass sie weder regierungs- noch demokratiefähig sind. Es darf an die Spenden in der Mövenpick-Affäre an die FDP erinnert werden, die zu Steuervorteilen für die Hotelbranche führte. Gleichzeitig flog die FDP erstmals bei den Neuwahlen aus dem Bundestag. Zeitgeschichte wiederholt sich gerade wieder.

Klaus Jürgen Lewin, Bremen

BBR

Zu jW vom 13.5.: »Ramelow sorgt sich um Mitgliederrechte«

Das ist schon mehr als nur witzig: Ausgerechnet der Chef einer Landespartei, die sehr gut auch als »Bündnis Bodo Ramelow« bezeichnet werden könnte, so sehr ist sie auf den »Westimport« ausgerichtet, nimmt das BSW wegen der namentlichen Orientierung auf die Person Sahra Wagenknecht ins Visier! So viel ich weiß, hat Bodo Ramelow nicht nur die Wehrpflicht, sondern auch Panzerlieferungen an die Ukraine, die seit nunmehr zehn Jahren den Donbass erobern will, von Russland aber daran gehindert wurde, befürwortet. »Kreml-Propaganda« ist das nicht! Aber nun soll es möglichst niemand erfahren!

Volker Wirth, Berlin

Nosferatu

Zu jW vom 14.5.: »Staatsschutzfall des Tages: Schäubles Grab«

Hat niemand ernsthaft in Betracht gezogen, dass das Loch auch von unten her gebohrt sein könnte? Immerhin gab es schon ähnliche Überlegungen im Jahre 1988 seitens der Titanic über unheimliche Vorgänge rund um das Grab von Franz Josef Strauß. Der Staatsschutz täte gut daran, den Umkreis seiner Untersuchungen möglichst stark auszuweiten.

Jörg Schönewerk, Bochum

Sanktionsamok

Zu jW vom 14.5.: »China nicht mehr wichtigster Handelspartner der BRD«

Was die kriegsgeilen Kindsgemüter der Oligarchenmedien jubeln lässt, die uns jeden Tag wie Kinder behandeln, ist eine klassische Nichtnachricht. So ein Quatsch sollte euch keinen Platz in der jW wert sein. Was ein Quartalswert (Quartal 1/24) besagt, »USA liegen jetzt im deutschen Außenhandel (knapp) vor China (hurra)!«, kann im nächsten Quartal schon wieder völlig anders aussehen. Die letzten Werte vom März liegen auch schon wieder anders.

Aber eine besondere Verdummung liegt in der Summierung von Exporten und Importen. Deutschland exportierte allein im März in die USA für 14,3 Milliarden Euro (plus 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat), importierte für 7,6 Milliarden Euro (plus 2,7 Prozent). Es exportierte nach China für 8,3 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent) und importierte für 13,7 Milliarden Euro (plus 14,3 Prozent!). Merkt ihr was? Lest also demnächst erst selbst die Zahlen, bevor ihr eine Pseudomeldung der Konzernmedien übernehmt. Deutschland ist also Exportnation gegenüber den USA und aktuell verschärfte Importnation gegenüber China. Diese Minimalstruktur sich anzusehen, wäre das mindeste.

Auf der Basis könnte man anfangen, nachzudenken und zu diskutieren. Aber selbst diese simplen Fakten sind für die aktuellen Entwicklungen in der Welt unerheblich, in der z. B. die deutsche Industrie ihr chinesisches Standbein soeben völlig verselbständigt, um sich unabhängig zu machen vom westlichen Sanktions- und Fragmentierungsamok. Um sowas geht’s, nicht um die verzweifelten Jubelschreie des herrschenden medialen Kindergartens.

Wolfram Elsner, Bremen

Die Verlogenheit und Anbiederung der FDP an CDU/CSU und AfD zeigt eindeutig das braune Gedankengut innerhalb von Partei und Bundestagsfraktion

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