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Spanien: Rechte mobilisieren Landwirte

Valencia. Gut einen Monat vor den Wahlen zum EU-Parlament sind europäische Rechtsaußenparteien weiter darum bemüht, sich die Unterstützung der Agrarindustrie zu sichern. So haben in der spanischen Küstenstadt Valencia am Wochenende Rechte versucht, mit einer Kundgebung die Unzufriedenheit landwirtschaftlicher Betriebe mit der Politik der EU zu instrumentalisieren, wie der Sender Euronews am Dienstag berichtete.

Nach einem Treffen in der Brüsseler Niederlassung des Mathias Corvinus Collegium (MCC), der Ideologiefabrik des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, habe sich die spanische Plattform 6-F einem Dutzend europäischer Landwirtschaftsverbände angeschlossen. Gemeinsam fordern sie demnach mehr Protektionismus für den EU-Binnenmarkt. In Brüssel werde »über ›progressive‹ Themen wie die Umwelt« nachgedacht und den Landwirten würden Kosten verursacht, erklärte Andrés Santana von der Universität Madrid dem Sender die Propaganda der Rechten. »Es ist ein bisschen wie das Einwanderungsproblem, aber in bezug auf den Handel«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2024, Seite 15, Antifaschismus

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