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Michaloliakos auf Bewährung frei

Athen. Der wegen der Führung einer »kriminellen Vereinigung« verurteilte Gründer der griechischen Neonazipartei »Goldene Morgendämmerung« ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Wie das Gericht im nördlich von Athen gelegenen Lamia am Donnerstag mitteilte, ist Nikos Michaloliakos auf Bewährung frei. Demnach darf er die Region um die Hauptstadt nicht verlassen und muss sich einmal pro Monat auf einer Polizeiwache melden. Michaloliakos darf zudem nicht mit den weiteren Verurteilten in seinem Fall in Kontakt treten. Der Holocaustleugner war 2020 nach einem Mammutprozess gegen die Partei zu 13,5 Jahren Haft verurteilt worden. Zu den Hauptverbrechen aller verurteilten führenden Parteimitglieder gehörten die Ermordung eines linken Rappers sowie Anschläge auf ägyptische Fischer und kommunistische Gewerkschafter. Bei der Parlamentswahl 2015 wurde die Goldene Morgendämmerung drittstärkste Kraft. Seit 2019 ist sie nicht mehr im Parlament vertreten. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2024, Seite 15, Antifaschismus

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