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Deutsche Rüstungsexporte steigen weiter

Berlin. Die Bundesregierung hat im ersten Quartal dieses Jahres Rüstungsexporte im Wert von knapp 4,9 Milliarden Euro genehmigt, von denen 3,7 Milliarden Euro auf Kriegswaffen entfallen. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums an die BSW-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen hervor, wie AFP am Mittwoch berichtete. Damit sind bereits fast so viele Rüstungsexporte wie im gesamten ersten Halbjahr 2023 (5,22 Milliarden Euro) genehmigt worden. 72 Prozent der Exporte in diesem Jahr sind für die Ukraine bestimmt. Insgesamt wird laut Ministerium vor allem in EU-Länder, NATO-Länder sowie NATO-Ländern gleichgestellte Staaten exportiert. »Die exzessiven Rüstungslieferungen an Länder im Krieg wie die Ukraine und Diktaturen wie Saudi-Arabien sind ein moralischer und politischer Offenbarungseid«, kritisierte Dagdelen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2024, Seite 1, Inland

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