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Juso-Chef will Krieg nicht »einfrieren«

Berlin. Der Vorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, ist auf Abstand zur Äußerung von SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich zum »Einfrieren« des Ukraine-Kriegs gegangen. Zugleich warnte er, der Aussage mit Blick auf die Haltung der SPD zum Krieg zu viel Gewicht zu geben. »Dieser Begriff mit dem Einfrieren, da muss ich sagen, den finde ich nicht so glücklich«, sagte Türmer am Montag abend bei N-TV. Es gebe »nicht so wirklich viele Beispiele aus der Friedensforschung, wo das mit dem Einfrieren funktioniert hat«. Mützenich war von Verfechtern einer Kriegsverlängerung bis zu einem ukrainischen »Sieg« wütend angegriffen worden, nachdem er im Bundestag gefragt hatte, ob es nicht an der Zeit sei, »dass wir nicht nur darüber reden, wie man einen Krieg führt, sondern auch darüber nachdenken, wie man einen Krieg einfrieren und später auch beenden kann«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2024, Seite 4, Inland

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