Zum Inhalt der Seite

IGH: Nicaragua reicht Klage gegen BRD ein

Managua. Nicaragua hat Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) vorgeworfen, mit seinem Zahlungsstopp an das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) »das Begehen von Völkermord zu begünstigen«. Deutschland komme damit seiner Verpflichtung nicht nach, »alles zu tun, um die Begehung von Völkermord zu verhindern«, erklärte die nicaraguanische Regierung in einem am Freitag eingereichten Antrag an den IGH. Sie forderte, eine Eilentscheidung gegen Deutschland zu erlassen. Durch die Streichung der UNRWA-Gelder in Verbindung mit der politischen, finanziellen und militärischen Unterstützung Israels begünstige Deutschland den Völkermord, argumentierte Nicaragua in dem Antrag. Israel wirft einem Dutzend UNRWA-Mitarbeiter vor, sich an den Angriffen am 7. Oktober beteiligt zu haben. Mehrere Geberstaaten stoppten daraufhin ihre Zahlungen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.03.2024, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!